Die Wahrheit gibt es nicht

Das hat unsere Astrologie-Lehrerin zur Begrüssung auf die Tafel geschrieben und dieser Satz ist mir damals voll eingefahren. Was heute wahr sein kann – hat morgen vielleicht schon seine Gültigkeit verloren. Das Wahre bedeutet, dass wir uns auf etwas verlassen können. Solange man sich darauf verlassen kann, bietet es einem Sicherheit. Wenn erkannt wird, dass das, was wir als wahr wahrgenommen haben, nicht mehr der Wahrheit entspricht, kann je nach Thema eine Welt in sich zusammenfallen. Schon vor Galileo wurde erkannt, dass die Erde rund und nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Doch vor gut 400 Jahren passte das der katholischen Kirche gar nicht in ihr Wahrheitsgebilde, das sie vermitteln wollte und verbot seine Lehre. Erst am 2. November 1992 wurde Galileo nach langer Diskussion von der Kirche rehabilitiert, obwohl schon lange vorher auch für die Kirche klar war, dass Galileo Galilei recht hatte. Mir gefällt der Spruch den Galileo von sich gegeben hat: "Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen."


Das Jahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu und wird bestimmt in die Geschichtsbücher eingehen. Nach wie vor sind wir im Spannungsfeld von Uranus und Saturn. Beide vertreten eine andere Wahrheit und beide haben aus ihrer Sichtweise recht, solange sie nur darauf fixiert sind. Der Mensch profitiert jedoch von der Sichtweise und dem Glauben anderer Kulturen. Vom Fremden können wir lernen. Vielleicht findet man in einer anderen Kultur etwas, das einem mehr entspricht, als das, was die Eigene uns gelehrt hat. In unserer Kultur wurde z.B. gelehrt, dass Milch gesund ist. In Asien vertragen die meisten Menschen die Milch nicht, da ihren Genen ein Enzym fehlt, nämlich die Lactase. Auch hier vertragen immer wie mehr Menschen Milchprodukte nicht mehr. Wahr ist, dass Milch gesund ist -doch wahr ist auch, dass Milch für viele eben sogar ungesund ist. Gerade auf der Körperebene reagieren die Menschen unterschiedlich auf Nahrungsmittel, Metalle, Medikamente etc.
Saturn ist der Planet, der für Traditionen steht. Er braucht Regeln, klare Verhältnisse, Stabilität und Strukturen. Er begrenzt gern. Saturn herrscht über den Planet Erde und steht für das Materielle, den Staat und den Körper.
Uranus ist der Planet, der für Individualität, Gleichgesinntheit, Freiheit, Demokratie, Unabhängigkeit und Reformen steht. Er herrscht über den Geist und den Himmel.
In der Mythologie ist Chronos (Saturn) der Sohn von Gaia (Erde) und Uranus (Uranos = Himmel). Gaia forderte Chronos auf ihren Mann Uranos zu entmannen, daraus entstand Aphrodite (Venus) die Schaumgeborene und Liebesgöttin.
Venus wird die Lösung sein, dass sich Saturn und Uranus versöhnen können. Venus steht für Werte und die LIEBE. Wahre Liebe ist und handelt immer bedingungslos und sonst ist es nicht Liebe.
Saturn als letzter Planet in der Siebenerreihe von Mond, Sonne, Merkur, Venus, Mars und Jupiter, herrschte bis 1781 über diese Planeten. Er galt als der Stärkste.
Uranus wurde 1781 entdeckt und ist somit so quasi von seiner Kastration wieder auferstanden und hat neu das Bewusstsein für das Kollektive und Universelle in den Geist gebracht. Kurz nach seiner Entdeckung kam es zur französischen Revolution, die den Slogan hat: «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit», welcher gleichzeitig für das uranische Prinzip steht. Uranus ist der Herrscher über das Zeichen Wassermann und läutete mit seiner Entdeckung das Bewusstsein für das Wassermannzeitalter ein.
Nun zur Astrologie -wie sieht es im Dezember 2021 aus. Der hat es nämlich noch in sich!


Am 4. Dezember haben wir eine Neumondfinsternis im Zeichen Schütze. Der Neumond zeigt immer der Beginn von etwas Neuem an. Mit der Finsternis ist es ein karmischer Aspekt. Im Schützen ist eine Aufbruchsstimmung angezeigt. Im Verlauf der nächsten Monate können alte Glaubensmuster, die schicksalsbedingt waren, nun aufgelöst werden. Jetzt sollte man darauf achten, ob man wirklich davon überzeugt ist, woran man bis jetzt geglaubt hat. Man darf jetzt mit bestem Gewissen sich erlauben auch anders als zuvor zu denken, schliesslich weitet sich unser Bewusstsein momentan wieder aus und das ergibt neue Perspektiven und Sichtweisen. Von der Tarotkarte «der Hängende» ergibt sich durch einen langen Stillstand nun die Möglichkeit die Welt mit anderen Augen zu sehen.


Am 11. Dezember wird Venus erstmals mit Pluto zusammenkommen. Sie wird bis ca. 3. März eine gewaltige Rolle im Weltgeschehen haben.
Venus steht nicht nur für die Liebe, sie steht auch für Werte, das Geld und für das weibliche Prinzip.
Pluto steht für Transformation, Wandlung und den Tod.
Die beiden werden von der Energie her eine Zeitlang zusammen sein und einen Wertewandel auslösen.

Venus wird vom 18. Dezember 2021 bis 28. Januar 2022 im Steinbock rückläufig sein. Am stärksten davon betroffen sind alle in der letzten Dekade Steinbock, Widder, Krebs- und Waagegeborene. Interessant wird auch sein, was mit der USA geschieht, denn Pluto hat eine Umlaufzeit von ca. 248 Jahren und trifft erstmals wieder als Return in das Horoskop von Amerika. Da verweilt er bis 2024.
Wenn Venus und Pluto zusammenkommen, geht es sehr intensiv zu und her. Beziehungen werden getestet und in Frage gestellt. Nicht nur persönliche Beziehungen, sei in der Partnerschaft, in der Familie oder im Freundeskreis, sondern auch in Firmen, in der Wirtschaft, mit anderen Ländern etc. Und Da Pluto auch für das grosse Geld und Schulden steht – wird es da schon mal erste Hinweise in der Finanzwirtschaft geben, was da alles in absehbarer Zukunft für Veränderungen anstehen werden. Man achte jetzt auf Zeichen. Der Wertewandel, der ansteht nimmt Fahrt auf.
Ein weiteres Datum, das wichtig sein wird ist der 24. Dezember. Da findet der letzte Aspekt von Uranus in Spannung zu Saturn statt, der gradgenau ist. Ein letzter, fast gradgenauer, erwartet uns dann noch im Herbst 2022.

Am 25. Dezember wird dann Venus, das erste Mal in ihrer Rückläufigkeit mit Pluto zusammenkommen. Gleichzeitig wird auch der Mondknoten, ein Schicksalspunkt, in den Stier gehen, wo er dann den Wertwandel einleitet. Rechnet also nicht mit ruhigen Weihnachten. Was jetzt bewusst wird ist der Beginn der grossen Veränderung. Nichts, was einem Angst machen muss, doch jene, die Mühe mit loslassen, generell mit Veränderungen haben, werden besonders jetzt aufgefordert im Vertrauen zu bleiben. Denn es hat seinen Sinn! Wir leben seit 2008 in einer globalen Veränderung, die jetzt sichtbar wird und sicher mal noch bis 2032 dauern wird. Eine Etappe geht jetzt zu Ende, die nächste im Jahr 2023 hat sehr viel Heilenergie, auf die ich später eingehen werde und dann werden die Jahre 2023 -2025 wieder eine Etappe abschliessen.

Nun wünsche ich allen frohe und im wahrsten Sinne des Wortes besinnliche Dezembertage. Bleibt in eurer Mitte, da ist man gut gehalten.
Mit Herzensgrüssen
Daniela Buser